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Stuttgart, 30. September 2010, Strom aus Wind und Sonne wird zu erneuerbarem Erdgas. BDEW, ADAC, dena und ASUE prämieren Technik zur Einbindung regenerativen Stroms in die bestehende Energieinfrastruktur.

Der rasante Ausbau von Windkraft und Photovoltaik erfordert in den nächsten Jahren Stromspeicher in großem Maßstab. Eine neue Technik der SolarFuel GmbH aus Stuttgart macht das nun möglich: Sie konvertiert den Ökostrom in erneuerbares Erdgas. Erdgas lässt sich einfach in die Energieinfrastruktur einbinden, die Speicherkapazität ist immens. Erdgasautos, Heizungen und effiziente Gaskraftwerke können das Gas nutzen. SolarFuel ist für diese Entwicklung jetzt mit dem Hauptpreis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2010 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 29. September in Berlin statt. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Die Grundlagen für das Verfahren wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES entwickelt. Die beiden Forschungsinstitute wurden ebenfalls ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand in der Landesvertretung von Rheinland-Pfalz südlich des Brandenburger Tors statt. Die Festrede hielt Professor Klaus Töpfer, seit 2009 Exekutivdirektor des Klimaforschungsinstituts IASS. Aus 70 Bewerbungen wurden vier Preisträger ausgewählt. Den Hauptpreis gewann SolarFuel mit seinen Forschungspartnern. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch ASUE, dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub ADAC, dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW und der Deutschen Energie-Agentur dena vergeben.

Gregor Waldstein von SolarFuel freute sich mit seinen Partnern über die Auszeichnung: „Unser Ziel ist es, mehr erneuerbaren Strom in das Energiesystem zu integrieren. Erneuerbares Erdgas kann ihn langfristig und jederzeit abrufbar speichern. Dass wir dafür nun auch bundesweite Anerkennung erhalten, motiviert uns für unsere nächsten Vorhaben.“

Die Jury aus unabhängigen Experten der Bereiche Wissenschaft, Wirtschaft und Politik begründete ihr Votum mit dem gelungenen Beitrag von SolarFuel, ZSW und Fraunhofer IWES, erneuerbaren Strom in der vorhandenen Infrastruktur zu speichern. Die clevere Methode mache das Speichermedium direkt nutzbar, da das synthetisch erzeugte Erdgas kompatibel zu Bio-Erdgas und konventionellem Erdgas sei. Ein weiterer Vorteil seien die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten: Das saubere Erdgas stehe den Strom-, Wärme- und Mobilitätsmärkten zur Verfügung.

Quelle: SolarFuel GmbH

Kommentare   

#2 Dominik 2010-11-12 12:37
Als Nicht-Ingenieur aber Ökofreund kann ich zwar nicht genau nachvollziehen, wie das geschehen soll. Aber dass Ökostrom durch diese neue Technik gespeichert werden kann, ist ein großer Schritt zu einem umweltfreundlicheren Europa.
#1 öko strom 2010-09-30 17:40
Wir alle wissen, dass wir geben eine Menge Geld ausgeben, für die Heizung unseres Wassers und für den häuslichen Gebrauch und in diesen Tagen ist das eine gute Idee.

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