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München, 05. November 2010, Nach der Modernisierung des Wasserkraftwerks Isar 2 und dem Bau des Praterkraftwerks nehmen die SWM jetzt das nächste Projekt ihrer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien in München in Angriff: die Modernisierung des Wasserkraftwerks Isar 1. Die Vorarbeiten hierfür haben bereits begonnen. So wird derzeit ein temporärer Absperrdamm errichtet, der später die Sanierung der unter Wasser liegenden Bauteile ermöglichen soll. Die Modernisierung der Maschinen- und Elektrotechnik ist ab Sommer 2011 geplant. Das Isarwerk 1 wird nach Abschluss der Arbeiten bis zu 30 Prozent mehr Ökostrom erzeugen können.

Lokales und regionales Engagement

Klaren Vorrang bei ihrer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien haben für die SWM Investitionen in München und der Region. Die SWM werden hier alle Möglichkeiten (Wind, Wasserkraft, Geothermie, Biomasse, Photovoltaik etc.) ausschöpfen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Förderung durch das Erneuerbare Energiengesetz). Denn es steht zu befürchten, dass die Bundesregierung die Förderbedingungen für erneuerbare Energien wegen der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke verschlechtert und damit deren zügigen Ausbau in Deutschland ausbremst.

Eine besondere Bedeutung in München und der Region wird sicher dem Bau von Windkraftanlagen zukommen. Das wirtschaftliche Potential der Windkraft liegt in Bayern immerhin bei rund 120 Prozent des Stromverbrauchs Münchens. Darüber hinaus ist Windkraft auf dem Lande die mit Abstand kos-tengünstigste Art der regenerativen Stromerzeugung.

Den Energiehunger regenerativ stillen

Eine Millionenstadt wie München kann aber weder in ihren Stadtgrenzen noch in ihrem regionalen Umgriff so viel erneuerbaren Strom erzeugen, wie für die gesamte Stadt benötigt wird. Nun haben die SWM mit ihrer Ausbauoffensive aber das ehrgeizige Ziel, bis 2025 als erste Millionenstadt der Welt so viel Strom regenerativ zu erzeugen, wie München verbraucht (rd. 7,5 Mrd. kWh). Daher engagieren sie sich auch in Deutschland und Europa. Zur Risikominimierung setzen die SWM auf wirtschaftliche Projekte aller Energiearten in unterschiedlichen Regionen.

Folgende Anlagen wurden im Rahmen der Ausbauoffensive bereits erworben bzw. errichtet, sind in Realisierung bzw. Planung oder werden modernisiert.

  • 10 in München und der Region (6 Wasserkraftwerke, 2 Biomassekraftwerke, 1 Geothermiekraftwerk, 1 Wind-kraftanlage)
  • 6 in Deutschland (2 Photovoltaikanlagen, 2 Onshore-Windparks und 2 Offshore-Windparks)
  • je 1 Anlage in Spanien (Solarkraftwerk) und Großbri-tannien (Offshore-Windpark)

    Bei Fertigstellung aller Anlagen werden die SWM insgesamt etwa 2,4 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom erzeugen, das ist gegenüber dem Ausgangsstand von Anfang 2008 (350 Millionen Kilowattstunden) rund das Siebenfache.

SWM Vorreiter in Europa

Die Energiewende kann nach Überzeugung der SWM nur auf europäischer Ebene erreicht werden. Dazu bedarf es nach Überzeugung der SWM nicht nur des politischen Konsenses auf europäischer Ebene, sondern auch gemeinsamen und konsequenten Handelns aller Akteure auf dem Energiesektor. Hier nehmen die SWM eine Vorreiterrolle ein: Bis 2025 wollen sie so viel Strom in das europäische Stromnetz einspeisen, wie für den Bedarf in München entnommen wird.

Münchner Strom im „Euro-Netz“

Das europäische Strom-Verbundnetz ist mit einem riesigen See zu vergleichen. Jeder der Strom erzeugt, speist in diesen „Strom-See“ ein; jeder, der Strom verbraucht, entnimmt etwas. Jedes regenerativ erzeugte Kilowatt macht den europäischen See sauberer. Die Beteiligungen an klimafreundlichen Energiegewinnungsanlagen außerhalb Münchens sind also sinnvoll. Denn ihr Umwelteffekt kommt auch den Münchnerinnen und Münchnern zu gute.

Quelle: Stadtwerke München GmbH

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