photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Erfurt, 02. Februar 2010 - Wir, die Mitarbeiter der ASOLA GmbH, haben größte Sorgen um die deutsche Solarindustrie, um unsere Firma und um unsere Arbeitsplätze, sollte das Einspeisevergütungsgesetz in der derzeitig geplanten Form reduziert werden.

Zum Hintergrund:

Die ASOLA GmbH wurde im Frühjahr 2002 in Erfurt gegründet und produziert Solarmodule für Standardanwendungen und Solar-Dachsysteme für die Automobilindustrie.

Über die letzten Jahre sind wir zu einem mittelständischen Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern (noch vor 8 Monaten 70 Mitarbeitern) gewachsen und uns dabei mehr und mehr zu einem internationalen Unternehmen entwickelt (Partner bereits in USA, Italien, Frankreich, Korea; Exportquote zurzeit bereits 35%). Wir arbeiten und produzieren in einem erst vor 6 Monaten fertiggestellten Gebäude mit modernster Technik (Verwaltung, Produktionshalle und Maschinenpark, Gesamtinvestition 10 Mio. €) und wir wollen eigentlich weiter expandieren.

Sollte die Reduzierung der Einspeisevergütung um 15% zum 1.4.2010 kommen, sehen wir folgende Konsequenzen:

  • nahezu Zusammenbruch des deutschen Marktes und „Abwarten“ aller anderen Märkte auf bessere Preise. Konsequenz: kurzfristige Entlassung von 100-150 Mitarbeitern zum 1.4.2010.
  • Unsere Expansion würde gestoppt werden / Wegfall der geplanten Investition in Höhe von weiteren 10 Mio. € sowie Wegfall der 150-200 weiteren geplanten Arbeitsplätze, da wir keine Planungssicherheit haben.

Die Bundesregierung „schüttet das Kind mit dem Bade aus“!!! Wir fordern die Bundesregierung auf, die Reduzierung der Einspeisevergütung zu „strecken“. In dieser Geschwindigkeit kann sich keiner anpassen!

Konsequenz:

Massenentlassungen! Wir fordern eine flexible Anpassung der Reduktion im Korridor von 3.000 MW p.a.!

Wir, die ASOLA Mitarbeiter, und die gesamte deutsche Solarindustrie arbeiten an einer zukunftssicheren und CO2 freien Energieversorgung. Das deutsche Einspeisegesetz war bis jetzt die Basis für eine weltweite Erfolgsgeschichte. Es besteht die große Gefahr, dass diese Erfolgsgeschichte jetzt „gekappt“ wird und mit dieser dramatischen Kürzung wir die mühsam erarbeitete Position im Weltmarkt unwiederbringlich verlieren werden.

Quelle: ASOLA GmbH

Kommentare   

#1 Hermann Kloch 2010-04-30 20:46
Liebe Asola,
nur eine (nett gemeinte Anmerkung). Der Artikel ist sicher gut gemeint und hat einen vernünftigen Kern.

Marketingtechnisch ist er der Totschlag für das Unternehmen. Ich habe mich als potentieller (privater, ich möchte Photovoltaik installieren und suche im Internet noch einen Anbieter) Kunde ins Internet geloggt und diesen Artikel gelesen.
Für mich als KUNDE sagte er: Bitte lasse die Finger von Asola-Modulen. Die Asola steht auf sehr wackeligen Beinen. Muss zum 1.4 oder - 1.7- sicher (Gesetz ist ja jetzt beschlossen)von 200 Mitarbeitern 150 entlassen. Damit ist das Unternehmen am Ende !
D.h. Ich suche mir besser einen anderen Hersteller!!!!

Bitte nicht böse sein.. Ist nur eine persönliche Meinung.
Aber Euer Brief trifft nicht die Merkel und Konsorten, sondern schadet Euch selbst....
Denkt mal drüber nach und überlegt, ob solche Meinungsäuserung nicht besser für eine Brief an Merkel oder Lobbyarbeit geeignet ist, aber nicht fürs Internet..

Nichts für ungut, ist nur eine persönliche Meinung und überlegt, ob ihr den Artikel vom Internet nehmt(P.S. auch Google, etc. da er dort immer noch gespeichert ist)
MFG
Hermann Kloch

You have no rights to post comments