photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hans-Joachim Bender

Freudenstadt, 22. Januar 2010 - Im Jahr eins nach dem Beginn der Wirtschaftskrise will der Anlagenhersteller aus dem Schwarzwald wieder zulegen: Sowohl beim Umsatz, wie auch bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder plant die Robert Bürkle GmbH Zuwachs. Möglich ist dies, weil der Pressen- und Laminierspezialist 2009 seine Beschäftigtenzahl konstant gehalten hat.

Chef Hans-Joachim Bender blickt wieder optimistischer in die Zukunft. Nach dem Rekordumsatz von 115 Millionen Euro 2008 musste Bürkle im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von mehr als einem Drittel hinnehmen. Für viele Maschinenbauer bedeutet so eine Entwicklung das Aus. Nicht für Bürkle. Die Firmengruppe, zu der auch Werke in Paderborn, Shanghai und Hangzhou und Vertriebs- und Servicegesellschaften in USA, Hongkong, Polen, Slowakei, Taiwan und Brasilien gehören, plant 2010 ein Wachstum von 30 Prozent. Dabei setzt der Anlagenhersteller vor allem auf das vor zwei Jahren neu erschlossene Geschäftsfeld Photovoltaik.

Als Pionier in der Entwicklung und Herstellung von Mehretagen-Laminatoren hat sich Bürkle mit der Marke Ypsator an die Spitze der Maschinenbauer im Solarmarkt gesetzt. Insgesamt bestellten Unternehmen wie Solarwatt, Q-Cells, Day4Energy, Scheuten Solar und andere in den vergangenen zwei Jahren rund 50 Ein- und Mehretagen-Laminatoren. Bei Bosch Solar Energy hat sich Bürkle gegen eine internationale Konkurrenz durchgesetzt, um im Status des bevorzugten Lieferanten Maschinen liefern zu können.

Auch im angestammten Geschäftsfeld Anlagen für die Holzindustrie hat Bürkle seine Marktführerschaft behauptet. Nutzte der Maschinenbauer doch das vergangene Jahr, um die Produktpalette komplett zu überarbeiten mit dem Ziel, die Anlagenkonzepte so zu verbessern, dass die Menge des Eingangsmaterials und der Personalbedarf verringert werden.

Zudem gelang es, neben der Holz-, Photovoltaik-, Leiterplatten- und Plastikkarten-Industrie ein weiteres Geschäftsfeld zu erschließen, das aber aus Wettbewerbsgründen noch nicht genannt wird. Bürkle adaptiert hierzu jahrelang erprobte Technologien aus dem Holzbereich.

Bewusst nennen will Bürkle ein weiteres, neues Geschäftsfeld. Die Karlsruher Tochtergesellschaft Fiber Engineering GmbH hat 2009 einen ersten Auftrag aus den USA für eine Anlage zur Herstellung von Faserformteilen für die Automobilindustrie erhalten. Mit einem umweltfreundlichen und neuartigen Einblasverfahren können auf dieser Anlage extrem leichte, recycelbare und dreidimensionale Faserformteile für das Automobil-Interieur produziert werden. Zulieferer Clark-Cutler-McDermott aus Boston hat die Maschine bestellt, um seinem Kunden Volkswagen Amerika im ersten Jahr rund 100.000 Faserteile zu liefern.

Insgesamt rechnet der geschäftsführende Gesellschafter Bender damit, in diesem Jahr vor allem in Europa, den USA und in China Geschäfte tätigen zu können. Dabei soll der Umsatz zu je einem Drittel in der Photovoltaik- und der Holzindustrie erwirtschaftet werden. Den Rest will Bürkle in den Feldern Kreditkarten- und Leiterplattenindustrie sowie mit Service- und Montagearbeiten umsetzen.

Investierte der Anlagenhersteller im vergangenen Jahr noch rund fünf Millionen Euro in Werkzeugmaschinen, EDV- und Büroausstattung, plant er für 2010 erneut eine Million nur in Informationstechnologie zu investieren. Weitere Investitionsvorhaben werden noch diskutiert. Hinzu kommt eine Ausweitung der Produktion in Shanghai von 4500 m² Montagefläche auf rund 7500 m².

Aktuell arbeiten 488 Menschen im Stammwerk in Freudenstadt sowie im Zweigwerk Mastholte. Weltweit sind in Summe 680 Beschäftigte bei Bürkle tätig.

Quelle: Bürkle GmbH

You have no rights to post comments