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3S Industries AG

Lyss, 26. Oktober 2009. Der Schweizer Solarkonzern 3S, Weltmarktführer für Produktionsanlagen zur Herstellung von Solarmodulen, und das französische CEA Liten (Forschungslabor für neue Energietechnologien und Nanomaterialien), eine Organisation zur Erforschung neuer Technologien, haben eine Dreijahresvereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Photovoltaik-Modulen auf der Basis von Siliziumsolarzellen mit sogenannter „Heterojunction¹“ sowie der geeigneten Werkzeuge für die Fertigung dieser Module unterzeichnet.

Das CEA Liten erforscht die Möglichkeiten der Leistungssteigerung von Silizium-Photovoltaikzellen durch die Optimierung der Fertigungsprozesse und die Entwicklung neuer Zellenstrukturen auf der Basis von Mikro- und Nanotechnologien. Dabei nutzt es die Plattformen des französischen nationalen Instituts für Solarenergie (INES). Eine von CEA Liten entwickelte Spitzentechnologie ist die Heterojunction-Solarzelle mit einem angestrebten Wirkungsgrad von weit über 20%.

Mit ihrem gemeinsamen Entwicklungsprogramm wollen 3S Swiss Solar Systems und CEA Liten die Entwicklung innovativer Anwendungen auf der Basis dieser hocheffizienten Heteroübergangssolarzellen beschleunigen. Die technischen Herausforderungen konzentrieren sich dabei auf geeignete Prozesse für die Verschaltung und Verkapselung der Zellen mit Heterojunction zu Solarmodulen sowie das anschliessende Testen dieser Module. 3S kann in allen drei Bereichen nachweisliche Erfahrungen in der Entwicklung innovativer Prozesse und Ausrüstungen einbringen.

CEA Liten hat bereits eine Reihe von Anlagen im INES installiert. INES wurde 2006 gegründet und konnte seine erste Arbeitsphase inzwischen erfolgreich abschliessen. Für die Zukunft äusserte der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei seinem Besuch am 9. Juni 2009 die Hoffnung auf das Entstehen neuer Plattformen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Für den Bereich der Solarenergie ist dies das INES. Die staatliche Unterstützung für die Entwicklung der zweiten Phase von INES ist damit zugesichert.

Seit zehn Jahren ist die 3S Gruppe mit den Tochterunternehmen SOMONT (Stringverlötung), 3S Swiss Solar Systems (Modullaminierung) und PASAN (Modultesten) das führende Unternehmen in der gesamten Wertschöpfungskette der Entwicklung und Fertigung von Photovoltaik-Modulen (PV-Module). Damit wurde 3S zum wichtigsten Lieferanten von Ausrüstungen für die Fertigung von Solarmodulen. 3S bringt in die gemeinsame Entwicklungsvereinbarung das erforderliche Know-how und die notwendige Ausrüstung für die Verschaltung und Verkapselung von Heteroübergangsszellen ein.

Die Ausrüstungen werden im INES in Le Bourget-du-Lac (Savoyen, französische Alpen) installiert. Das Know-how und die technologischen Möglichkeiten von 3S auf dem Gebiet der Verschaltung und Verkapselung von Zellen zur Fertigung von Modulen bedeuten einen enormen Schub für die Entwicklung von Modulen mit Heterojunction in den INES-Labors.

In einem weiteren Schritt erschliesst das gemeinsame Entwicklungsprogramm das inhärente sogenannte „bifaciale“ Potenzial der Zellen mit Heterojunction, die Sonnenenergie auf beiden Seiten der Zelle zu entnehmen. Wenn es gelingt, dieses Potenzial beim Entwerfen und Fertigen eines Bifacial-Moduls vollständig zu erschliessen, kann der Wirkungsgrad des Moduls um 30% gesteigert werden. Die langjährige Erfahrung von 3S in der Entwicklung von PV-Modulen kombiniert mit dem Know-how von INES wird auch auf diesem Gebiet zu signifikanten Fortschritten führen.

Quelle: 3S Industries AG

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